Einheitlicher Tarifvertrag für alle Beschäftigten

Noch im Mai finden zwei gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen beider Seiten der ADK statt. Dabei werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von TV-L und TVöD herausgearbeitet. Die kirchlichen Arbeitgeber und die Arbeitnehmerorganisationen haben das gemeinsame Ziel wieder einheitliche Tarifbedingungen innerhalb des Geltungsbereichs der Dienstvertragsordnung zu schaffen. Näheres von der ADK-Sitzung vom 09.05.2019 könnt ihr im ADK-Info nachlesen:

Einladung zur Mitgliederversammlung 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am Donnerstag, den 23.05.2019, findet von 11.00 Uhr bis ca. 15.30 Uhr in Hannover unsere Mitgliederversammlung statt. Bitte merkt Euch den Termin vor!

Auch diesmal stehen wieder wichtige Themen an:
• Was macht der Personalnotstand mit Dir?
Dritter Weg auf neuen Wegen: Wie kann der Dritte Weg genutzt
werden, um junge MitarbeiterInnen für die Kirche zu gewinnen?
Kirchengewerkschaft Niedersachsen zukunftssicher machen
geht nur durch mehr Mitglieder!
Verbesserter Rechtsschutz: Fachanwalt Reinhold Schneegans
stellt sich vor
• Anträge: Antrag des Erweiterten Vorstands der
Kirchengewerkschaft Niedersachsen zur Beitragsanpassung und
evtl. weitere Anträge
Willst Du dabei sein? Dann melde Dich bitte unter info@kg-nds.de
Ihr braucht für eine Teilnahme an unserer Versammlung keinen
Urlaub zu nehmen, da Ihr auf Antrag von der Arbeit befreit werden
könnt – mit Lohnfortzahlung! Stellt bitte den Antrag
möglichst frühzeitig, damit sich Eure Dienststelle darauf einstellen kann,

auch mal ohne Euch auszukommen. Vielen Dank!

Mit kollegialen Grüßen

Eure Christel Orb-Runge
Euer Werner Massow
Vorsitzende


Der 08. März ist Weltfrauentag!

Infostand Göttingen

Im Bereich der Kirchen wird der Weltfrauentag nur wenig gewürdigt. Dabei könnten die Kirchen ohne Frauen nicht existieren! Der Frauenanteil bei den Mitarbeitenden liegt bei ca. 80 Prozent. In der Kirchengewerkschaft Niedersachsen sind sogar 84 % der Mitglieder weiblich. Klar, dass es eine weiblich-männliche Doppelspitze gibt. Was auch noch gesagt werden muss: Frauen arbeiten in der Kirche ganz überwiegend als Teilzeitbeschäftigte mit entsprechenden Folgen bei der Rente. Beim Wechsel zum TVöD wurden auch noch viele vorher vollbeschäftigte Kita-Mitarbeiterinnen in ein Teilzeitarbeitsverhältnis zu einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5/39 Wochenstunden gedrängt. War das wertschätzend? Wohl kaum! Immerhin können im Bereich der evangelischen Kirchen alle Tätigkeit auch von Frauen ausgeübt werden. Im katholischen Bereich glauben die kirchenleitenden Männer auch 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland immer noch an theologische Gründe, die sie dazu berechtigen, Frauen diskrimierend von der vollen Teilhabe ausschließen!

Erfolgreicher Tarifabschluss im TV-L-Bereich

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen gratuliert der Gewerkschaft ver.di und der Gewerkschaft GEW zu einem sehr guten Tarifabschluss!

Dieser Tarifabschluss wird sicher auch für die im TV-L-Bereich verbliebenen Mitarbeitergruppen übernommen werden. Er gilt jedoch nicht für die im Sozial-und Erziehungsdienst Beschäftigten.
Die Mitarbeitervertretung Göttingen hat alle aktuellen Infos hierzu veröffentlicht: www.mav-goettingen.de

Ist der Dritte Weg in Niedersachsen am Ende?

Die Arbeits- und Dienstrechtliche Kommission (ADK) der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen regelt die Arbeitsverhältnisse für 35.000 kirchliche Beschäftigte. Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 20.11.2012 soll in der Kommission zwischen der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite eine echte Parität herrschen. Diese ist nach Auffassung der Arbeitnehmerseite keineswegs gegeben. Die Kirchenleitungen verweigern bisher eine sachgerechte Ausstattung der Geschäftsstelle mit einer vollen Stelle einer Juristin / eines Juristen. Auch hinsichtlich der notwendigen Freistellungszeiten der ArbeitnehmervertreterInnen gibt es bisher kein ernsthaftes Entgegenkommen.

Darüber hinaus handeln die kirchlichen Arbeitgeber häufig an der ADK vorbei. So hat die Ev.-luth. Kirche in Oldenburg sogar eine Dienstvereinbarung zur Altersteilzeit/ Vorruhestand an der ADK vorbei geregelt. Siehe hier:

Die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers hat in einem Gesetzentwurf die Arbeitnehmerbeteiligung an der ZVK regeln wollen, obwohl hier eindeutig die ADK zuständig ist. Auf Intervention der Arbeitnehmerseite hin hat der Kirchensenat diesen Gesetzentwurf gestoppt, allerdings ohne dass von der Kirchenleitung eingeräumt wurde, dass hier die Beteiligungsrechte der Arbeitnehmerseite eklatant verletzt werden sollten. Darüber hinaus verwenden die kirchlichen Arbeitgeber unter Federführung des Landeskirchenamtes der Landeskirche Hannovers Dienstvertragsmuster, die nicht von der ADK beschlossen wurden, obwohl hier die Regelungshoheit liegt. Die kirchlichen Arbeitgeber sind selbstherrlich der Auffassung, dass sie das Recht hätten, Dienstvertragsmuster zu modifizieren oder anderweitig zu verändern, wenn sie selbst der Auffassung sind, dass dadurch keine substantiellen Veränderungen vorgenommen werden. In einer bestehenden Sozialpartnerschaft ist es nicht hinnehmbar, dass eine Seite „paternalistisch“ entscheiden kann, was wichtig ist.

Die Arbeitnehmerseite in der ADK hat beschlossen, sofern die Konföderation nicht bis zum 22.02.2019 einlenkt, die staatliche Arbeitsgerichtsbarkeit anzurufen, um feststellen zu lassen, dass in der ADK der Konföderation der Evangelischen Kirchen in Niedersachsen die Grundsätze für einen fairen und sozialpartnerschaftlichen Umgang im Dritten Weg permanent vorsätzlich verletzt werden. Eine solche Feststellung durch die staatliche Arbeitsgerichtsbarkeit würde dazu führen, dass die Kirchen sich nicht mehr auf das Streikverbot berufen könnten.

Die ADK-Arbeitnehmerkonferenz veranstaltet am 26.02.2019 im Kirchenamt der EKD ein Tagesseminar mit dem Thema „Ist der Dritte Weg in Niedersachsen am Ende?“. Referent ist der bekannte Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Bernhard Baumann-Czichon aus Bremen. Der Programmablauf ist hier einzusehen:

Deutliche Sprachdefizite bei Erstklässlern

Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung am Wochenende berichtete, haben mittlerweile 20 Prozent aller Kinder, die in der Region in die Schule kommen, Sprachentwicklungsauffälligkeiten.

Es gibt in den Kitas Sprachförderteams aus speziell geschulten ErzieherInnen und SozialassistentInnen. Aber diese müssen nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend unterbesetzt arbeiten, obwohl der Bedarf steigt.

Bereits im vergangenen Sommer, nachdem die bisher für die Sprachförderung in den Kitas zuständigen Grundschullehrer von diesem Posten abgezogen worden waren, fragte man sich in den Einrichtungen, wie diese Lücke zu schließen sei. Eine Antwort ist bis heute nicht gefunden.

Der Personalnotstand in den Kitas ist ein drängendes Problem mit einer großen negativen Strahlkraft: Für die Kita-MitarbeiterInnen, für die Eltern, für die Kita-Kinder und nun also auch für viele Schulanfänger.

Weihnachtsgrüße und gute Wünsche für das Jahr 2019

 

Frohe Weihnachten und eine gutes neues Jahr!

Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück.

So hat es im Kitabereich sehr lange gedauert, bis aus technischen Gründen die Tariferhöhung und die Nachzahlung umgesetzt werden konnte. Noch nicht erreicht haben wir die Durchsetzung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst TVöD (für alle). Hier werden wir dranbleiben und bekommen auch zunehmend Verbündete. In den kirchlichen Verwaltungen wird es mehr und mehr als Ärgernis empfunden, mehrerer Tarifverträge parallel in die Dienstvertragsordnung einzupflegen, und außerdem bekommen wir zu den schlechteren Bedingungen des Tarifvertrags der Länder TV-L kaum noch neue Bewerber.
Aus Sicht der Kirchengewerkschaft wird es die größte Herausforderung der Zukunft sein, genug Kolleginnen und Kollegen für den kirchlichen Dienst zu finden. Dies wird nur gelingen, wenn die Arbeitsbedingungen verbessert werden und auch nicht mehr um den Lohn gefeilscht werden muss.

Ab dem kommenden Jahr werden wir unseren Rechtsschutz erheblich verbessern können, weil wir einen eigenen Syndikusrechtsanwalt beschäftigen werden. Mit den Kirchenleitungen befinden wir uns z.Zt. in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten, weil die Arbeitgeberseite glaubt, es mit den Zuständigkeiten in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission nicht so genau nehmen zu müssen. Wir werden dazu zu Beginn des neuen Jahres genauer berichten, auch wie wir unsere Gewerkschaft weiter stärken wollen.


Jetzt aber möchten wir Euch zum Jahresende für Euren Dienst in der Kirche danken (wir hoffen aber, dass auch die Arbeitgeber dies nicht vergessen haben!).
Aus unserer wertvollen Arbeit für die Kirche leiten wir ab, dass wir gerecht und angemessen behandelt werden. Kein Vorgesetzter hat das Recht, Beschäftigte anzuschreien oder mit der Faust auf den Tisch zu schlagen!


Wir wünschen Euch eine besinnliche und gesegnete Weihnachtszeit sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019!

Für den gesamten Vorstand der Kirchengewerkschaft Niedersachsen grüßen Euch

Christel Orb-Runge und Werner Massow
-Vorsitzende –