Schlichtungsvorschlag für den Sozial- und Erziehungsdienst

Aufwertung der Arbeit JETZT!Am 23.06.2015 haben die Schlichter Herbert Schmalstieg für die Arbeitnehmerseite und Georg Milbrand für die Arbeitgeberseite einen Schlichtungsvorschlag unterbreitet. Ob er angenommen wird, werden die Tarifvertragsparteien in den nächsten Tagen entscheiden.

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen wird diesen Vorschlag in den nächsten Tagen analysieren und darstellen,  in welchem Umfang kommunale Beschäftigte besser bezahlt werden, als vergleichbare kirchliche Beschäftigte. Wir werden uns dann massiv für die Angleichung der kirchlichen Beschäftigten einsetzen -denn auch wir haben eine deutliche Aufwertung verdient.

Hier findet ihr den Schlichtungsvorschlag: Einigungsempfehlung_ Schlichter_Sozial-_und_Erziehungsdienste

Eigenbeteiligung an Zusatzversorgungskasse: Stellungnahme der Kirchengewerkschaft Niedersachsen

Griff_ins_PortemonnaieLiebe Kolleginnen und Kollegen,

in dieser Woche startet die heiße Phase zum Vorhaben der Landeskirche Hannovers, die angestellten ArbeitnehmerInnen an der Finanzierung ihrer eigenen betrieblichen Altersvorsorge zu beteiligen. Morgen trifft sich das Kolleg und berät darüber, ob ein Eilgesetz vorangetrieben werden soll, das noch im Rahmen der Herbstsynode 2015 einen Lohnabzug zur Deckung der ZVK-Zusatzversorgung möglich macht.

Wir haben das Schreiben des Landeskirchenamts Hannover vom 13.05.2015 veröffentlicht und von den offensichtlichen Widersprüchen zum gern zititerten Gedanken der „Dienstgemeinschaft“ bei der Kirche berichtet. Für unsere Transparenz haben wir viel Zuspruch aus MAVen und den kirchlichen Einrichtungen bekommen. Wir möchten weiterhin gemeinsam mit Euch dafür sorgen, dass die Kirche ein guter Arbeitgeber wird und das Gute – unter Anderem ein solidarisches Miteinander – bestehen bleibt.

Um das schlagkräftig und überzeugend tun zu können, sind wir auf möglichst viele Mitglieder bei der Kirchengewerkschaft Niedersachsen angewiesen. Wir möchten diejenigen von Euch, die schon Mitglieder sind, hiermit herzlich bitten, noch vor der Sommerpause weitere UnterstützerInnen für unsere Arbeit zu gewinnen – und natürlich alle Nichtmitglieder auffordern, jetzt einzutreten.

Die EKD und ihre Gliedkirchen haben sich dafür entschieden, entweder durch Kirchengemäße Tarifverträge oder durch die Arbeitsrechtskommissionen im Rahmen des „Dritten Weges“ über eine Ausgestaltung aller Entgeltfragen und damit auch der Zusatzversorgung zu verhandeln. Uns ist daran gelegen, auch im Bereich der Landeskirche Hannovers nur dann Verantwortung für die Arbeitsverhältnisse zu übernehmen, wenn wir „im Guten wie im Schlechten“ ein Recht auf Mitgestaltung haben.

Heute haben wir nun eine eigene Stellungnahme abgegeben. Wir haben uns direkt an Herrn Landesbischof Meister gewandt, der dem Kirchensenat vorsteht. Mit einer Stellungnahme direkt zu seinen Händen verknüpfen wir die Hoffnung, dass unser Landesbischof als guter Moderator und Vorgesetzter des Landeskirchenamtes eingreift: um das Kirchengesetz zur Ermächtigung der Erhebung eines Arbeitnehmeranteils zur betrieblichen Altersvorsorge ihrer 23.000 Beschäftigten abzuwenden.

Anbei als PDF-Datei unsere Stellungnahme an den Kirchensenat vom 22.06.2015

 

Landeskirche Hannovers vermischt willkürlich den 1. und den 3. Weg

Griff_ins_PortemonnaieIn einem harmlos wirkenden Schreiben vom 13.05.15 hat man uns mitgeteilt, dass die Landeskirche Hannovers nach Wegen sucht, die Eigenbeteiligung kirchlicher Beschäftigter für die Zusatzversorgungskasse (ZVK) einzuführen.

Bisher erhalten wir eine Zusatzversorgung ohne Eigenbeteiligung, für die unsere kirchliche Arbeitgeberseite 4 % des Bruttoarbeitslohns in die ZVK einzahlt. Demnächst sind dort zur Ausfinanzierung der Zusatzversorgung Umlagen in Höhe von 4,8 % erforderlich. Nach unserer Auffassung kann die Kirche auch die höhere Umlage problemlos alleine tragen, da ihre Aufwendungen immer noch deutlich geringer sind als die Arbeitgeberaufwendungen im Öffentlichen Dienst (VBL: Arbeitgeberanteil beträgt 6,45 %) und die Kirchenkassen weiter prall gefüllt sind.

Jetzt sollte es eigentlich nicht um Lohnsenkungen gehen, … weiterlesen

Großveranstaltung der Gewerkschaften am Samstag in Hannover – Mitmachen!

DGB-Aufruf_Juni-2015Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen fordert ihre Mitglieder, UnterstützerInnen und alle Eltern von Kita-Kindern in kirchlicher Trägerschaft auf, an der Demonstration und Kundgebung an diesem Samstag, 13.06.2015, in Hannover teilzunehmen. Los geht es am Raschplatz-Pavillon um 12.00 Uhr mittags, gegen 14.00 Uhr wird die Abschlusskundgebung zu Ende gehen.

Dies wird ein wichtiger Termin für die Forderung nach Höhergruppierung von kommunal beschäftigten ErzieherInnen – und mittelbar auch für die tarifliche Eingruppierung unserer Fachkräfte. Selbstverständlich soll der im Kommunalbereich erzielte Erfolg auch für die kirchlichen Kita-Beschäftigten eingefordert werden.

Mit Empörung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass das Landeskirchenamt Hannovers nichts dagegen unternehmen will, wenn Kinder aus kommunalen Kitas während der Streiktage in kirchlichen Kitas unentgeltlich betreut werden. Wir finden es schon schlimm genug, dass uns das Streikrecht vorenthalten wird. Wir gehen davon aus, dass Ihr auch nicht damit einverstanden seid, dass die Landeskirche Hannovers das Unterlaufen des Kita-Streiks duldend unterstützt.

Mit kollegialen Grüßen

Werner Massow
Vorsitzender

Ver.di legt neuen KitaG-Entwurf vor, die Landesregierung will nicht nachlegen

verdi-KitaG-Entwurf_2015verdi-Hannover_2015Am gestrigen Dienstag, 19.05., ging es hoch her: Aus Gewerkschaftssicht ist nicht nur der bundesweit laufende Streik der ErzieherInnen aus kommunalen Kitas interessant. Auch viele PostzustellerInnen streiken und die GDL-LokführerInnen trommeln ebenso für ihre Interessen. Heute gab es aber zusätzlich noch eine Pressekonferenz, auf die sich eigentlich ganz Niedersachsen freuen könnte: Ein Entwurf für das neue niedersächsische Kita-Gesetz macht die Runde!

Ein Gesetz, dass es allerdings so niemals geben wird, denn es kommt nicht aus dem Landtag oder dem Landeskabinett, sondern von unserer Schwestergewerkschaft ver.di.

Durch die erfolgreiche Kita-Volksinitiative, die wir als Kirchengewerkschaft Niedersachsen mit unseren BündnispartnerInnen und ohne die Hilfe von ver.di zum großen Erfolg geführt haben, wurde die stufenweise Einführung der dritten Krippenkraft durchgesetzt. 2015 ist der Rot-Grünen Koalition, die mit einem hauchdünnen Vorsprung regiert, die Puste in Sachen KitaG komplett ausgegangen. Feste Zusagen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, ihn dann zur Diskussion zu stellen und zügig zu verabschieden, wurden schon im ersten Schritt nicht eingehalten. Man hat das Bündnis für Kinder und Familien, aber auch uns Gewerkschaften und die ErzieherInnen selbst getäuscht. Entscheidende Mitglieder der Landesregierung sind ganz still geworden, wie z.B. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, Ministerpräsident Stephan Weil und Finanzminister Schneider. Sie haben uns sowohl vor wie auch nach der Landtagswahl zugehört, unsere Forderungen unterstützt und schließlich öffentlich erklärt, vieles davon umsetzen zu wollen. „Für unsere Kinder nur das Beste.“

Das gilt nicht mehr. Seit Monaten herrscht nun Stillstand und … weiterlesen

Solidaritätsplakate für die Kirchen-Kitas in Niedersachsen

Kita-Plakate_Streik_2015Wir haben auf Wunsch unserer Kolleginnen und Kollegen aus den evangelischen Kitas acht verschiedene Solidaritätsplakate entwickelt. Sie sollen die Streikenden des Öffentlichen Dienstes unterstützen und zeigen, dass wir alle gemeinsam für eine bessere Bezahlung im Sozial- und Erziehungsdienst stehen!

Die Plakate dürfen in jeder kirchlichen (und natürlich auch jeder nicht-kirchlichen) Einrichtung ausgehängt werden. Keine Superintendentin, kein Kirchenvorstand und auch kein Pastor darf sie abhängen oder eine Entfernung veranlassen, da wir ein Zugangsrecht zu allen kirchlichen Einrichtungen haben. Wie eine Einrichtung aus Hannover schon plakatiert hat: „Wir streiken still!“ Probiert es aus und unterstützt uns – und die KollegInnen, die für eine TVöD-Höhergruppierung kämpfen!

 

Hier sind die Plakate auch als PDF zum Ausdrucken:
Plakat_1, Plakat_2, Plakat_3, Plakat_4, Plakat_5, Plakat_6, Plakat_7, Plakat_Dankelied

SuE_Plakat_Danke SuE_Plakat2 SuE_Plakat3 SuE_Plakat5 SuE_Plakat6 SuE_Plakat4

Radiointerviews zur Solidarität mit den Streikenden der kommunalen Kitas!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zur Zeit findet der große bundesweite Streik in den kommunalen Kitas und dem übrigen Sozial- und Erziehungsdienst statt. Natürlich wird auch nachgefragt, ob auch die 10.000 ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen in den evangelischen Einrichtungen in Niedersachsen hiervon betroffen sind. Wir sagen: Ja, sie sind betroffen. Warum aber – wenn sie betroffen sind – gehen sie zur Arbeit? Hierzu führte der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen, bei dem auch das Copyright liegt, zwei Radiointerviews mit unseren Vorsitzenden Werner Massow und mit der stellvertretenden Vorsitzenden Christel Orb-Runge, die wir Euch hier auf unserer Internetseite präsentieren dürfen.

Haben die beiden hier auch in Eurem Sinne gesprochen? Dann macht diesen Artikel bitte weiter bekannt! Und macht mit in der Kirchengewerkschaft Niedersachsen, wenn ihr auch besser bezahlt werden wollt.

Eure Kirchengewerkschaft Niedersachsen

Solidarität mit den Streikenden der kommunalen Kitas!

Streiksolidarität in GarmissenDas zweite Solidaritätsfoto erreicht heute die Kirchengewerkschaft Niedersachsen: Kolleginnen der Ev.-luth. Kita St. Lukas aus Garmissen bei Hildesheim haben große Banner gemalt und tragen an den Tagen, an denen die KollegInnen der kommunalen Kitas die Arbeit ruhen lassen, rote T-Shirts.

Die Kirchengewerkschaft solidarisiert sich mit der Forderung nach einer höheren tariflichen Eingruppierung aller Erzieherinnen und Erzieher! Wir wünschen den KollegInnen von ver.di und GEW viel Erfolg!

Mit den Juni-Entgelten steigt der Tariflohn um 2,1 Prozent

ADK-Logo-richtigIm TV-L Bereich gab es am 28. März eine Tarifeinigung über eine Anhebung der Entgelte um 2,1 %. Die Tariferhöhung wird rückwirkend zum 01. März 2015 erfolgen. Für 2016 ist auch schon eine Zahl beschlossen worden: es gibt wiederum ab März eine Erhöhung von 2,3 %, mindestens aber 75 EUR bei einer Vollzeit-Tätigkeit.

Kirchliche Beschäftigte sind immer an einer zeitnahen Umsetzung der Lohnsteigerungen interessiert, sodass wir uns schnell mit der Arbeitgeberseite zusammengesetzt haben. Die Sondersitzung des ADK-Vorbereitungsausschusses vom 16.04.2015 war nur kurz. Es gab nichts zu verhandeln, denn man war sich zwischen der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite einig, dass die Auszahlung der Entgelterhöhung unter Vorbehalt bereits mit den Mai-Entgelten erfolgen soll. Schneller geht es nicht.

Im Nachhinein gab es dann doch noch eine kleine Enttäuschung: Die Comramo, ein EDV-Dienstleister der Ev. Kirchen, tritt auf die Bremse. Die individuelle Berechnung der neuen Gehälter könne erst später abgeschlossen werden. Hiergegen haben wir schon protestiert und hoffen, dass die Comramo noch vor Ende Mai in die Strümpfe kommt. Spätestens Ende Juni bekommen aber alle Beschäftigten der Kirche den Differenzbetrag von März bis Mai – und ihr neues Entgelt. Zum dritten Mal in Folge wird das Tarifergebnis damit schneller vollzogen als im Öffentlichen Dienst. Das ist unser Erfolg durch die Mitarbeit in der ADK!