Neue Gewerkschaftsinfo ist erschienen

KG-Info_Winter_2015Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Interessierte an der Arbeit der Kirchengewerkschaft Niedersachsen,

wir haben wieder eine Winterausgabe unserer Kirchengewerkschafts-Zeitung erstellt und sind sehr stolz auf unsere erste 12-seitige Ausgabe. Verbunden mit Wünschen auf ein harmonisches, stilles Weihnachtsfest stellen wir sie hiermit auch als PDF-Version zum Download bereit.

Hier geht’s zur Kirchengewerkschaftsinfo Winter 2015/2016.

Mit kollegialen Grüßen

Werner Massow, Vorsitzender

Weitere Infoveranstaltungen zur TVöD-Übernahme stehen fest!

TVöD-Veranstaltungen_CUX_und_BSLiebe Kolleginnen und Kollegen,

drei weitere Termine sind vereinbart, wir freuen uns auf Eure Teilnahme (und vorherige Anmeldung)!

Infoveranstaltung in Cuxhaven am Dienstag, 03.11.2015
Infoveranstaltung Oldenburg am Donnerstag, 12.11.2015
Infoveranstaltung in Braunschweig am Dienstag, 17.11.2015

Die Veranstaltungen in Cuxhaven und Braunschweig starten um 16.30 Uhr, das Treffen in Oldenburg wird um 17.00 Uhr beginnen. Alle drei Termine dauern etwa 2 Stunden. Aus jedem Kita-Team sollte mindestens die Leitung und eine Kollegin/ein Kollege aus dem Gruppendienst dabei sein, da wir konkrete Absprachen treffen und landesweite Aktionen planen. In den verlinkten PDF-Dateien findet Ihr Informationen zum Ablauf, den Tariftabellen und unsere Kontaktmöglichkeiten für die Anmeldung.

Wir setzen uns für die sofortige Übernahme des wesentlich besseren kommunalen Tarifs für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes ein. Dazu möchten wir Euch zur Teilnahme an Veranstaltungen ganz in Eurer Nähe einladen.

Die ersten Treffen zur Übernahme des TVöD auch für den Sozial- und Erziehungsdienst in kirchlicher Trägerschaft haben in Hannover, Göttingen, Hildesheim, und Wolfsburg stattgefunden. Den Beschäftigen und uns ist klar, dass eine Gehaltsdifferenz von 400 EUR (ErzieherInnen) und 600 EUR (Kita-Leitungen) brutto pro Monat einen Wechsel weg von der Kirche und hin zu kommunalen Kitas wahrscheinlich werden lässt. Wir müssen verhindern, dass uns der allgemeine Fachkräftemangel und die Personalsorgen bei der Kirche zur Schließung von Gruppen und … weiterlesen

ADK-Info 1/2015 erschienen

ADK-Info_1_2015Nach der spannenden ADK-Sitzung vom 01.10.2015 möchten wir alle MAVen, kirchlich Beschäftigten und die Öffentlichkeit wie gewohnt aus erster Hand über die aktuellen Ergebnisse der Verhandlungen in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission der Konföderation Ev. Kirchen in Niedersachsen informieren.

Hierfür haben wir mit unserer Verhandlungspartnerin auf Arbeitnehmerseite, der AG VkM Niedersachsen, ein neues ADK-Info erstellt, das Sie hier öffnen und herunterladen können.

In der Sitzung ging es unter anderem um die Frage einer Entgeltangleichung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst an das erheblich höhere Tarifergebnis im kommunalen Bereich.

Der gemeinsame Schlichtungsvorschlag des Arbeitgebervertreters, Herrn Detlef Fey (EKD) und des Arbeitnehmervertreters Bernhard Baumann-Czichon (Fachanwalt für Arbeitsrecht, Bremen) konnte wegen der ablehnenden Haltung der Arbeitgeberseite leider keine Mehrheit finden. Auf eine höhere Eingruppierung unserer kircheneigenen Berufsgruppe der Diakoninnen und Diakone konnten wir uns daher vorerst nicht verständigen. Die Schlichtung geht deshalb in die zweite Runde.

Für Rückfragen stehen wir wie immer gern zur Verfügung!

TVöD-Übernahme sofort! Kirchengewerkschaft Niedersachsen lädt zu Veranstaltungsreihe ein

TVöD-VeranstaltungenWir setzen uns für die sofortige Übernahme des wesentlich besseren kommunalen Tarifs für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes ein. Dazu möchten wir Sie und Euch zur Teilnahme an Veranstaltungen ganz in der Nähe einladen.

Eine erste Veranstaltung zur Übernahme des TVöD auch für den Sozial- und Erziehungsdienst in kirchlicher Trägerschaft hat in Hannover stattgefunden. Den Beschäftigen und uns ist klar, dass eine Gehaltsdifferenz von 400 EUR (ErzieherInnen) und 700 EUR (Kita-Leitungen) brutto pro Monat einen Wechsel weg von der Kirche und hin zu kommunalen Kitas wahrscheinlich werden lässt. Wir müssen verhindern, dass uns der allgemeine Fachkräftemangel und die Personalsorgen bei der Kirche zur Schließung von Gruppen und ganzen Einrichtungen zwingen. Wir müssen im Gehalt mitziehen, um beim Kampf um ausgebildete Nachwuchskräfte mitbieten zu können. Doch auch die erfahrenen Kräfte haben natürlich eine gerechte Bezahlung verdient!

Dafür brauchen wir, die Kirchengewerkschaft Niedersachsen, von den Beschäftigten der evangelischen Kitas ein klares Verhandlungsmandat, um gegenüber dem Arbeitgeber die Angleichung der Löhne zu fordern und … weiterlesen

ZVK-Eigenbeteiligung: Kirchensenat weist Kirchengesetzentwurf des Landeskirchenamts Hannover zurück

Griff_ins_Portemonnaie

Das Geld bleibt jetzt doch (länger) in den Portemonnaies der Beschäftigten

Das Landeskirchenamt Hannover hat, wie bereits gemeldet, einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Eigenbeteiligung der ArbeitnehmerInnen an der Zusatzversorgung geplant. Diese Regelung sollte jedoch nicht mit der Arbeitnehmerseite verhandelt werden.

Das Landeskirchenamt wollte sich durch das Kirchengesetz selbst ermächtigen lassen, zukünftig per Rechtsverordnung über die Einführung und über die Höhe eines Eigenanteils entscheiden zu können. Ein wichtiger Schritt des Plans war, den Kirchensenat dafür zu gewinnen, das Gesetzgebungsverfahren in einem Eilverfahren ohne die übliche Beteiligung synodaler Gremien auf der Herbstsynode durchzupeitschen.

Die Arbeitnehmerorganisationen, allen voran die Kirchengewerkschaft Niedersachsen, haben sofort gegen das Vorhaben protestiert. Hier sollten neuerdings einseitige  Regelungen für die Kirchenbeschäftigten getroffen werden – und zwar von der Exekutive und ohne Einigung mit der Arbeitnehmerseite. Der Kirchensenat hat nun im Rahmen seiner Dienstaufsicht am 14.07.2015 das Verfahren an das Landeskirchenamt zurückverwiesen. Das LKA muss – wie von der Arbeitnehmerseite gefordert – nun doch eine mit den Grundsätzen der Sozialpartnerschaft konforme Regelung finden.

Der Vorsitzende der Kirchengewerkschaft Niedersachsen, Werner Massow, erklärt hierzu: „Weil die Kirche zu den Grundsätzen des Dritten Weges zurückgefunden hat, bekommen wir, anders als erwartet, doch noch kein Streikrecht. In der Sache ist die Angelegenheit nun wieder in Ordnung. Wir müssen aber auch feststellen, dass die Sozialpartnerschaft mit der Arbeitnehmerseite für den Kirchensenat  offensichtlich wichtiger ist als für das Landeskirchenamt.“

In der Anlage finden sich das gemeinsame Schreiben von VkM Hannover und der Kirchengewerkschaft Niedersachsen an den Kirchensenat und das Ergebnis der Arbeitsgruppe zur Änderung der ADK-Zuständigkeiten.

Bekommen die Beschäftigten der Landeskirche Hannover bald ein Streikrecht?

Massow_2010Wir sind bereit, über alle Angelegenheiten der kirchlichen Arbeitswelt zu verhandeln. Jederzeit und auch über eine Eigenbeteiligung bei der Zusatzversorgung, wenn uns nachgewiesen wird, dass eine echte Notlage in den Kirchenkassen besteht. Wie wir mehrfach berichtet haben, möchte die Landeskirche Hannovers gern – ohne mit uns zu verhandeln –  per Kirchengesetz in die Taschen ihrer Beschäftigten greifen.

Damit werden fundamentale Grundsätze einer fairen Sozialpartnerschaft verletzt. Das Bundesarbeitsgericht hat ein Streikverbot für den Bereich der Kirchen bestätigt, aber nur, wenn sich die Kirchen an folgende Regeln halten:

  • Verhandlung aller Arbeitsrechtsregelungen durch paritätisch besetzte Kommissionen
  • Verbindliche Einhaltung der Beschlüsse, die dort gefasst worden sind
  • Im Falle der Nichteinigung in der Kommission wird durch Schlichtung verbindlich entschieden.

Nur, wenn sich die kirchliche Arbeitsrechtsregelung in diesem Regelungskorridor bewegt, sind innerhalb der Kirche Streiks unzulässig. Da das Landeskirchenamt Hannovers trotz Einwendungen aller Arbeitnehmerorganisationen, des Gesamtausschusses der Mitarbeitervertretungen und der ADK-Arbeitnehmerseite daran fest hält, Lohnabzüge per Gesetz durchführen zu können, wird der Schutzbereich, den das Bundearbeitsgericht den Kirchen zugestanden hat, eindeutig verlassen. Sollte das Landeskirchenamt das rechtswidrige Gesetz weiter vorantreiben, wird jede vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Füßen getreten – und zwar vorsätzlich!

Was die verantwortlichen Damen und Herren aus dem Landeskirchenamt möglicherweise nicht bedacht haben: ab Inkraftsetzen dieses Gesetzes für den Bereich der Landeskirche Hannovers wird die bisherige Sozialpartnerschaft von der Kirchengewerkschaft Niedersachsen als aufgekündigt betrachtet. Wir haben dann neue und schärfere Möglichkeiten der Auseinandersetzung zur Verfügung und freuen uns auf die neuen Mitglieder, die über diese Rechtswillkür ebenso empört sind wie wir! JETZT EINTRETEN!

Schlichtungsvorschlag für den Sozial- und Erziehungsdienst

Aufwertung der Arbeit JETZT!Am 23.06.2015 haben die Schlichter Herbert Schmalstieg für die Arbeitnehmerseite und Georg Milbrand für die Arbeitgeberseite einen Schlichtungsvorschlag unterbreitet. Ob er angenommen wird, werden die Tarifvertragsparteien in den nächsten Tagen entscheiden.

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen wird diesen Vorschlag in den nächsten Tagen analysieren und darstellen,  in welchem Umfang kommunale Beschäftigte besser bezahlt werden, als vergleichbare kirchliche Beschäftigte. Wir werden uns dann massiv für die Angleichung der kirchlichen Beschäftigten einsetzen -denn auch wir haben eine deutliche Aufwertung verdient.

Hier findet ihr den Schlichtungsvorschlag: Einigungsempfehlung_ Schlichter_Sozial-_und_Erziehungsdienste

Eigenbeteiligung an Zusatzversorgungskasse: Stellungnahme der Kirchengewerkschaft Niedersachsen

Griff_ins_PortemonnaieLiebe Kolleginnen und Kollegen,

in dieser Woche startet die heiße Phase zum Vorhaben der Landeskirche Hannovers, die angestellten ArbeitnehmerInnen an der Finanzierung ihrer eigenen betrieblichen Altersvorsorge zu beteiligen. Morgen trifft sich das Kolleg und berät darüber, ob ein Eilgesetz vorangetrieben werden soll, das noch im Rahmen der Herbstsynode 2015 einen Lohnabzug zur Deckung der ZVK-Zusatzversorgung möglich macht.

Wir haben das Schreiben des Landeskirchenamts Hannover vom 13.05.2015 veröffentlicht und von den offensichtlichen Widersprüchen zum gern zititerten Gedanken der „Dienstgemeinschaft“ bei der Kirche berichtet. Für unsere Transparenz haben wir viel Zuspruch aus MAVen und den kirchlichen Einrichtungen bekommen. Wir möchten weiterhin gemeinsam mit Euch dafür sorgen, dass die Kirche ein guter Arbeitgeber wird und das Gute – unter Anderem ein solidarisches Miteinander – bestehen bleibt.

Um das schlagkräftig und überzeugend tun zu können, sind wir auf möglichst viele Mitglieder bei der Kirchengewerkschaft Niedersachsen angewiesen. Wir möchten diejenigen von Euch, die schon Mitglieder sind, hiermit herzlich bitten, noch vor der Sommerpause weitere UnterstützerInnen für unsere Arbeit zu gewinnen – und natürlich alle Nichtmitglieder auffordern, jetzt einzutreten.

Die EKD und ihre Gliedkirchen haben sich dafür entschieden, entweder durch Kirchengemäße Tarifverträge oder durch die Arbeitsrechtskommissionen im Rahmen des „Dritten Weges“ über eine Ausgestaltung aller Entgeltfragen und damit auch der Zusatzversorgung zu verhandeln. Uns ist daran gelegen, auch im Bereich der Landeskirche Hannovers nur dann Verantwortung für die Arbeitsverhältnisse zu übernehmen, wenn wir „im Guten wie im Schlechten“ ein Recht auf Mitgestaltung haben.

Heute haben wir nun eine eigene Stellungnahme abgegeben. Wir haben uns direkt an Herrn Landesbischof Meister gewandt, der dem Kirchensenat vorsteht. Mit einer Stellungnahme direkt zu seinen Händen verknüpfen wir die Hoffnung, dass unser Landesbischof als guter Moderator und Vorgesetzter des Landeskirchenamtes eingreift: um das Kirchengesetz zur Ermächtigung der Erhebung eines Arbeitnehmeranteils zur betrieblichen Altersvorsorge ihrer 23.000 Beschäftigten abzuwenden.

Anbei als PDF-Datei unsere Stellungnahme an den Kirchensenat vom 22.06.2015

 

Landeskirche Hannovers vermischt willkürlich den 1. und den 3. Weg

Griff_ins_PortemonnaieIn einem harmlos wirkenden Schreiben vom 13.05.15 hat man uns mitgeteilt, dass die Landeskirche Hannovers nach Wegen sucht, die Eigenbeteiligung kirchlicher Beschäftigter für die Zusatzversorgungskasse (ZVK) einzuführen.

Bisher erhalten wir eine Zusatzversorgung ohne Eigenbeteiligung, für die unsere kirchliche Arbeitgeberseite 4 % des Bruttoarbeitslohns in die ZVK einzahlt. Demnächst sind dort zur Ausfinanzierung der Zusatzversorgung Umlagen in Höhe von 4,8 % erforderlich. Nach unserer Auffassung kann die Kirche auch die höhere Umlage problemlos alleine tragen, da ihre Aufwendungen immer noch deutlich geringer sind als die Arbeitgeberaufwendungen im Öffentlichen Dienst (VBL: Arbeitgeberanteil beträgt 6,45 %) und die Kirchenkassen weiter prall gefüllt sind.

Jetzt sollte es eigentlich nicht um Lohnsenkungen gehen, … weiterlesen

Großveranstaltung der Gewerkschaften am Samstag in Hannover – Mitmachen!

DGB-Aufruf_Juni-2015Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen fordert ihre Mitglieder, UnterstützerInnen und alle Eltern von Kita-Kindern in kirchlicher Trägerschaft auf, an der Demonstration und Kundgebung an diesem Samstag, 13.06.2015, in Hannover teilzunehmen. Los geht es am Raschplatz-Pavillon um 12.00 Uhr mittags, gegen 14.00 Uhr wird die Abschlusskundgebung zu Ende gehen.

Dies wird ein wichtiger Termin für die Forderung nach Höhergruppierung von kommunal beschäftigten ErzieherInnen – und mittelbar auch für die tarifliche Eingruppierung unserer Fachkräfte. Selbstverständlich soll der im Kommunalbereich erzielte Erfolg auch für die kirchlichen Kita-Beschäftigten eingefordert werden.

Mit Empörung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass das Landeskirchenamt Hannovers nichts dagegen unternehmen will, wenn Kinder aus kommunalen Kitas während der Streiktage in kirchlichen Kitas unentgeltlich betreut werden. Wir finden es schon schlimm genug, dass uns das Streikrecht vorenthalten wird. Wir gehen davon aus, dass Ihr auch nicht damit einverstanden seid, dass die Landeskirche Hannovers das Unterlaufen des Kita-Streiks duldend unterstützt.

Mit kollegialen Grüßen

Werner Massow
Vorsitzender