ADK-Abschluss in der Konföderation „gelungen“!

Am 26.08.2009 hat die ADK das Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes mit einigen Abweichungen übernommen. Dies sind die Eckpunkte:

  • Alle Beschäftigten erhalten verzögert um sechs Monate ab 01.09.2009 eine Erhöhung des Tabellenentgelts um 40 € plus 3%.
  • Die Beschäftigten der Entgeltgruppen 1-8 erhalten eine Einmalzahlung von 120 €.
  • Die Beschäftigten der Entgeltgruppen 9-15 erhalten eine Einmalzahlung von 60 €.
  • Im März 2010 findet eine Erhöhung zeitgleich mit dem TV-L Bereich von 1,2 % statt.
  • Ab 2011 wird das Weihnachtsgeld dauerhaft um 12 % gekürzt, sofern keine andere Kompensation vereinbart wird.

Weil im öffentlichen Dienst des TV-L Bereichs das Leistungsentgelt von monatlich einem Prozent weggefallen ist, verlangten die kirchlichen Arbeitgeber eine entsprechende Kompensation. Sie wollten die sofortige Kürzung der Jahressonderzahlung um 12 %. Diese sofortige Kürzung der Jahressonderzahlung wurde aufgeschoben, durch ein sechs Monate verspätetes Inkrafttreten der Lohnerhöhung. Der MVV hat sich stets gegen diese Abkoppelung vom TV-L beim Weihnachtsgeld gewandt. 

Im Anschluss an diesen Beschluss, sollten alle Seiten den Verzicht auf Einwendungen durch die einwendungsberechtigten Stellen erklären, damit der Beschluss noch Ende September umgesetzt werden könne.  Hierzu sahen sich alle Arbeitgeber und bis auf den MVV auch alle Arbeitnehmerorganisationen in der Lage. Dem MVV wurde deutlich gemacht, dass er die volle Verantwortung für die Verzögerung der Auszahlung von einem Monat tragen müsse.

Der MVV-Vorsitzende erklärte dazu, dass beim MVV bei allen Arbeitsrechtsregelungen wesentlichen Inhalts keine Vereinbarungen getroffen werden dürfen, ohne vorher die Mitglieder und die Mitarbeitervertretungen konsultiert zu haben. Die Zustimmung der Mitgliederversammlung ist erforderlich (§ 8 Abs. 4 der MVV-Satzung). Die Mitgliederversammlung des MVV wird unverzüglich am 17.09.2009 in Hannover stattfinden. Unsere Mitglieder und die Mitarbeitervertretungen werden natürlich vorher konsultiert! Das finden wir sehr wichtig.

Der Wortlaut des ADK-Beschlusses wird so bald er vorliegt, veröffentlicht!

Werner Massow

Das Tarifergebnis im Detail

Hier kommt eine erste Einschätzung:

  • Für neu eingestellte Kräfte bringt es gute Verbesserungen.
  • Für übergeleitete Bestandskräfte ist der Zugewinn überschaubar.
  • Für den Sozial- und Erziehungsdienst gibt es jetzt eine eigenständige Tabelle im Kommunaldienst.
  • Kita-Leiterinnen werden weiterhin ausschließlich nach der Kinderzahl eingruppiert.
  • Die Übertragung auf den kirchlichen Bereich wird schwierig werden, ist aber notwendig, wenn wir nicht zum zweitklassigen Anstellungsbereich verkommen wollen.

Materialien zum Tarifabschluss:

Wortlaut des Tarifergebnisses im Sozial- und Erziehungsdienst

Tarifinfo Nr. 7 der GEW

Verdi-Info Kitas

Verdi-Info Sozialarbeit

Abschluss im Sozial- und Erziehungsdienst

Am 27.07.2009 ist um 9.00 Uhr ein Ergebnis für den einen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung und für eine neue Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst erzielt worden. Mehr kann dem Tariftelegramm der GEW entnommen werden….Abschluss im Sozial- und Erziehungsdienst

Die konkreten Inhalte werden in den nächsten Tagen bekannt werden. Doch schon jetzt stellt sich die Frage, der Übernahme im Bereich der Kirchen, denn die gefundenen Einigungen sind nur für den TVöD-Bereich getroffen worden. Ob für den TV-L Bereich entsprechende Vereinbarungen getroffen werden bleibt unklar. Wir wollen auf jeden Fall, dass die jetzt gefundenen Verbesserungen auch den kirchlichen Beschäftigten zu Gute kommen.

Auch unter den Bedingungen des Dritten Weges kann erheblicher Druck entwickelt werden. Wir werden uns im Arbeitnehmerbündnis mit der Organisierung geeigneter Aktionen beschäftigen müssen, da die kirchlichen Arbeitgeber bei der Übernahme des TV-L Abschlusses vom März 2009 eine Kürzung des Weihnachtsgeldes und damit eine Abkoppelung vom TV-L durchsetzen wollen. Der MVV bittet die Beschäftigten der verschiedenen Berufsgruppen schon jetzt zu diskutieren, was in ihrem Bereich „Dienst nach Vorschrift“ bedeuten könnte!

Kirche unterbietet Kirche

In Hannover will das evangelische Johannisstift aus Berlin fünf Caritas -Pflegeheime übernehmen und dabei die Löhne um 13 % absenken. Makaber: Vorstandsvorsitzender des Johannisstifts ist der EKD-Ratsvorsitzende Landesbischof Huber aus Berlin. Seine mögliche Nachfolgerin als Ratsvorsitzende. die Hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, findet die agressive Lohndrückerei der „Huber-Stiftung“ unakzeptabel. In den Medien wird das Thema zu Recht breit aufgegriffen. Es wird gefragt, für was steht die Kirche eigentlich?
Sehen Sie sich die Beiträge von Report Mainz an:

video-startReport-Beitrag: Kirche unterbietet Kirche

video-startReport Autorengespräch zur Sendung

Nicht schon wieder das Weihnachtsgeld kürzen!

Voller Monatslohn und volles Weihnachstgeld für alle kirchlichen Beschäftigten!

Keine Abstriche vom TV-L! Sonst sind wir schon wieder abgekoppelt!

Dafür lasst uns gemeinsam kämpfen!

Wer die Arbeitnehmereseite stark machen will. ist herzlich willkommen!
Hier kann der Aufnahmeantrag heruntergeladen werden:  Aufnahmeantrag

Nachtrag: Am 29.06.2008 hat sich auch der VKM eindeutig positioniert: „Die Arbeitgebervertreter in der ADK hatten zwar zugesagt den Tarifabschluss der Länder vom März wertgleich übernehmen zu wollen, bei den Gesprächen zur Umsetzung stellte sich aber heraus, dass die  Anstellungsträgerseite die Grundfesten der Ankoppelung an den Öffentlichen Dienst im Visier hat und gerne die Jahressonderzahlung als Kompensation für das Leistungsentgelt angreifen will.“

Hurra, der MVV ist jetzt vierstellig!

100_1527Als 1.000 stes  Mitglied im MVV wurde jetzt die Kita-Leiterin Ingrid Junke aus dem Kirchenkreis Peine vom MVV-Vorsitzenden Werner Massow mit einem Blumenstrauss begrüßt. Massow: „Vierstelligkeit ist schon ganz schön und wir sind auch stolz, dass dies durch die Aktivität unserer Mitglieder erreicht werden konnte. Doch damit wir kirchlichen Beschäftigten nicht mehr von den Arbeitgebern in der ADK wie eine schlecht organisierte Belegschaft behandelt werden, brauchen wir die Fünfstelligkeit, also über 10.000 Mitglieder in den Arbeitnehmerorganisationen. Wir vom MVV wollen dabei kraftvoll mitwirken!“

Als ersten Glückwunsch im Gästebuch erhielten wir eine Strophe aus einem Lied von Gerhard Schöne zugesandt, das wirklich gut die junge Geschichte des Mitarbeitervertretungsverbandes beschreibt:

„Alles muss klein beginnen,

es muss nur Kraft gewinnen,

lass etwas Zeit verrinnen,

und endlich wird es GROSS.“

In Kürze kommt ein Interview mit unserem neuen Mitglied Ingrid Junke. Das Bild zeigt die Begrüßung von Ingrid mit einem Blumenstrauss in der Peiner Fußgängerzone.

Landeskirche Hannovers braucht jetzt einen unabhängigen Datenschutz

Bereits am 06.11.2007 hatte der MVV in einer Eingabe an den Kirchensenat die Abberufung von Herrn Oberlandeskirchenrat Jürgen Drechsler als Datenschützer gefordert. Die Begründung war die fehlende Unabhängigkeit des Amtsinhabers, der als Mitglied des Kollegium an Entscheidungen mitwirkte, die er gleichzeitig datenschutzrechtlich überwachen sollte. Auch in den Erläuterungen zu § 18 des Datenschutzgesetzes-EKD (DSG-EKD) wird die Unabhängigkeit des Datenschützers vorausgesetzt.

Für den Kirchensenat hatte der damalige Präsident des Landeskirchenamtes Herr Dr. Eckart von Vietinghoff geantwortet und dabei die Behauptung aufgestellt, dass kein Interessenskonflikt vorliege.
Mit einer erneuten Eingabe hat der MVV jetzt mit Schreiben an die Vorsitzende des Kirchensenats, Frau Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, das Thema aktuell aufgegriffen und darum gebeten, bei den anstehenden Organisationsänderungen im Landeskirchenamt dafür Sorge zu tragen, dass zukünftig Exekutiv-Entscheidungen im LKA und der Datenschutz unabhängig voneinander wahrgenommen werden. Hintergrund der erneuten Initiative ist die Sorge zahlreicher Beschäftigter und Mitarbeitervertretungen  angesicht der zunehmenden Sammlung personenbezogener Daten und deren Weiterverwendung.

Demo für den Sozial- und Erziehungsbereich in Köln

Eine Großdemo veranstalten die Gewerkschaften verdi und GEW am 15.06.2009 in Köln. Über 20.000Teilnehmer werden erwartet. Wer nicht persönlich dabei ist, knnn die Veranstaltung im Internet mitverfolgen. Auf der Kundgebung sprechen neben dem Verdi-Vorsitzenden Frank Bsirske, auch Franz Müntefering und Ursula von der Leyen.

Hier geht es zum lifestream:  www.verdi.de/nachrichten/newsArchive?channel=nachrichtenbox&id=live_uebertragung_sozial-_und_erziehungsdienste

Kita-Solidarität: „Danke, dass ihr den Streik hier führet,…“

Zur Unterstütung des Kita-Streiks, der ja auch auch für die kirchlichen Beschäftigten mitgeführt wird, haben Erzieherinnen aus dem Kirchenkreis Göttingen eine tolle Idee gehabt. Sie haben ein Danke-Lied zum Kita-Streik entwickelt. Ein solches Lied, während einer „aktiven Mittagspause“ auf einer Streikversammlung kräftig vorgetragen mit einem geeigneten Transparent im Hintergrund, sagt doch mehr als tausend Worte.

Danke-Göttingen100_1521

Bild oben: Kirchliche Erzieherinnen singen auf einer Streikversammlung in Göttingen mit über 100 Kolleginnen und Kollegen aus den kommunalen Kitas:

„Danke, dass ihr den Streik hier führet,

Danke, dass ihr so stolz und gut,

Danke, dass ihr uns mitvertretet,

das gibt neuen Mut!“

Die Solidaritätsaktion wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und das Lied von allen mitgesungen. Zur Nachahmung sehr zu empfehlen! Bild unter: gemeinsame Demo in die Innenstadt!

Hier kommt der vollständige Text: Danke. dass ihr den Streik hier führet

Hier finden Sie die Melodie: Danke-Lied-Melodie
Diese Datei kann auf einem mp3-Player gespeichert oder auf eine CD gebrannt werden und dann als Begleitung dienen.