Mitgliederversammlung der Kirchengewerkschaft Niedersachsen am 23.05.2019, Bericht aus dem Vorstand

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat am 23.05.2019 ihre turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindende Mitgliederversammlung abgehalten.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Christel Orb-Runge und Werner Massow wurden mit dem Bericht des Vorstands 14 Jahre erfolgreichen Aufbaus zur größten kirchlichen Arbeitnehmerorganisation in Niedersachsens nachgezeichnet. Von neun Gründungsmitgliedern stieg die Mitgliederzahl schnell und konstant bis hin zur sicheren Konsolidierung, auch wenn vergleichbare Organisationen in ihrem Bestand schrumpften. Dennoch müssen auch wir seit einiger Zeit über die demographische Entwicklung nachdenken und uns flexibel in Hinsicht auf die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitnehmerorganisationen zeigen.

Strukturell gab es mit der Mitgliederversammlung 2017 eine Neuerung: Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat seitdem neben dem Hannoveraner Geschäftsführenden Vorstand auch einen Erweiterten Vorstand, der sich alle zwei Monate trifft. Durch die unterschiedlichen Herkunftsorte der Mitglieder sind wir nun auch geographisch niedersachsenweit aufgestellt. In diesem Kontext wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung ein neues Mitglied in unseren Erweiterten Vorstand gewählt: Alexander Dohe vom Kirchenkreisamt Osnabrück, Abteilung Personal, wird von nun an seinen Beitrag zur Vorstandsarbeit der Kirchengewerkschaft Niedersachsen leisten.

Thematisch ging es für uns lange um eine faire und angemessene Vergütung für kirchliche ArbeitnehmerInnen. In den Jahren 2012-2019 zeigte sich, dass der TV-L nicht mehr konkurrenzfähig war. Der Wechsel zum Kommunaltarif konnte ab 2017 für den Erziehungsdienst, ab 2019 auch für den Sozialdienst durchgesetzt werden.

Aktuell fokussiert sich unsere Arbeit auf die Themenbereiche Fachkräftemangel/-beschaffung, Qualitätssicherung und Älterwerden im Beruf, die so vielen unserer Mitglieder unter den Nägeln brennen.
Im Erziehungsbereich z.B. können die Arbeit mit Notgruppen und mit schlecht bis gar nicht ausgebildetem Aushilfspersonal, Kita-Leitungen am Limit und Kolleginnen und Kollegen, die sich fragen, wie sie die Zeit bis zur Rente überhaupt schaffen können, schlichtweg nicht mehr hingenommen werden!

Aber auch in anderen Bereichen der Kirche ist nicht alles eitel Sonnenschein. Eine qualitative Verbesserung der Bedingungen für kirchliche Arbeitnehmer ist und bleibt unser Top-Thema.

Wir bleiben dran!

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