Petition unterstützen: Sofortiges Impfangebot für Erzieher*innen als präventiven Gesundheitsschutz

Der erweiterte Vorstand der Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat am 11.02.2021 beschlossen diese Petition zu unterstützen. Wir bitten unsere Mitgleider und Unterstützer dies ebenfalls mit ihrer Unterschrift zu tun. Hier ist der Link: Petition Sofortiges Impfangebot für Erzieher*innen als präventiven Gesundheitsschutz

Kommentar von Karen Barjenbruch, Heilerziehungspflegerin in einer Kita der Lebenshilfe in Twistringen

Bild von der Heilerziehungspflegerin Karen Barjenbruch
Bild von der Heilerziehungspflegerin Karen Barjenbruch, Foto: Wolfgang Defort

Der untenstehende sehr anschauliche Kommentar von Karen Barjenbruch wurde von den Medien (u.a. der Süddeutschen) breit aufgenommen. Frau Barjenbruch hat diesen Kommentar und ihr Foto auch für die Kirchengewerkschaft Niedersachsen freigegeben. Vielen Dank dafür!

Es ist Januar 2021, das Wetter ist schlecht und die Laune ebenfalls. Die Verlängerung des Lock down steht fest, und die Folgen hat die gesamte Gesellschaft zu tragen. Versteht mich nicht falsch, ich bin für Schutzmaßnahmen, für Hygienekonzepte und gegen die Verbreitung des Virus.

Jedoch stelle ich die Umsetzung von diesen Maßnahmen in den Kindestagesstätten erheblich in Frage. Im Radio wurde gesagt, Kitas und Schulen schließen. Aber die Kitas sind nicht zu. Wir haben eine Notbetreuung. Zunächst wurde gesagt, 50 % der Gruppenstärke darf aufgenommen werden. Dies ist allerdings nicht ganz korrekt, denn unsere Räume wurden für 25 Kinder ausgelegt, also können davon die Hälfte betreut werden. Eine Notbetreuung, die also in jeder Gruppe 13 Kinder betreuen kann. Ist diese Zahl nicht ausgeschöpft, mit Kindern, bei denen die Eltern arbeiten, so sollen wir uns ans Telefon setzen, und die Kinder mit erhöhten Förderbedarf, die Schulkinder und die sogenannten Härtefälle (was auch immer das bedeutet?) einladen, da sie einen Anspruch auf einen Kita-Platz haben. Das sind aber oft Kinder, bei denen die Eltern zu Hause sind und eine Betreuung dort möglich wäre. Es bedarf keinen Antrag, keine weiteren Fragen oder Vorgaben für die Eltern. Es geht eben darum, dass wir bitte aufstocken sollen. Ich kann die Eltern verstehen, die sagen, ich nehme diesen Platz an. Für Einzelkinder, für Kinder aus sozial schwachen Familien, für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und viele weitere sind diese Zeiten schwer, für die Eltern ebenfalls. Dass diese sich also dafür entscheiden, kann ich nachvollziehen, vor allem, wenn der Platz doch da ist und sogar angeboten wird. Für die Kinder ist es schön, ein wenig Normalität zu bekommen, einen geordneten Tagesablauf, es gibt Sicherheit in diesen unruhigen Zeiten. Allerdings wird bei diesem Plan die Wertschätzung und Achtung des pädagogischen Personals völlig vergessen.

In der Praxis sieht es also nun so aus, dass wir in einem Gruppenraum mit 13 Kindern und zwei Erziehern*innen arbeite können. Unser Schutz: der große Raum, der ja schließlich 25 Kinder unterbringen könnte. Die Aerosole haben mehr Freiheiten. Abstand und Maske im pädagogischen Alltag mit Kindern sind eine Utopie. Ich stelle mir manchmal vor, wie ich dem traurigen Kind zurufe, es solle sich bitte selbst in den Arm nehmen, und das Aua wegpusten, aus dem Fenster, versteht sich. Aber Ironie aus ! So kann es im Alltag nicht funktionieren. Wir trösten, wir helfen beim Umziehen, wir wickeln, wir geben Sicherheit und all das geht eben nur ohne Mindestabstand und in den meisten Fällen ohne Maske. Wahrscheinlich sind wir aus diesem Grund die meist infizierteste Berufsgruppe mit dem Corona-Virus (siehe dazu die Studie von der AOK).

Wir dürfen nicht in den Bewegungsraum, da dort in der Bewegung zu viele Aerosole ausgeschüttet werden. Wir dürfen nicht in den Frühstücksraum, zumindest nicht mit mehr als fünf Kindern. Im Gruppenraum dürfen keine Sitzkreise stattfinden, keine Singangebote, keine Bewegungsspiele. Alles was den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder entspricht, ist verboten. Es bleiben nicht viele Alternativen. Wir sollen nach draußen. Im Januar, den ganzen Tag?

So stehen wir eigentlich nur da, ermahnen die bewegungsfreudigen Kinder und versuchen unser Bestmöglichstes, die Kinder bei Laune zu halten. Die von der Politik beschlossenen  Maßnahmen sind für uns keine Erleichterung. Unsere Arbeit wird uns unter  diesen ganzen Bedingungen nur noch schwerer gemacht, der Druck und das Unwohlsein steigen. Ich sprach mit Kollegen, die Angst haben, um ihre eigene Gesundheit, um die ihrer Familien. Kollegen, die unter Schlaflosigkeit leiden, eine absolute Hilfslosigkeit verspüren. Diese „Stotterlösungen“ die immer für zwei bis sechs Wochen geplant werden, schaffen Unsicherheiten. Ebenso fehlen uns gefühlt bei jedem Beschluss der Zuspruch und die Anerkennung für unser Berufsfeld, was nicht erst seit der Pandemie ein Problem ist.

Im November 2020 hatte ich mich mit dem Corona-Virus infiziert, auf der Arbeit. Mehrere meiner Gruppenkolleginnen haben ihn ebenfalls gehabt, auch Kinder. Viele von uns kämpfen bis heute mit den Folgen. Die Aussage vom Gesundheitsamt, dass man es jederzeit wieder bekommen kann, macht Angst.

Fragen an die Politik stellen sich mir viele: Wie stellen Sie sich so eine Betreuung bis Ostern vor? Wie können wir uns konkret schützen, die Kinder, unsere und deren Familien?

Ausbrüche in den Kitas und Schulen gab es zur Genüge, es kann nicht weiterhin behauptet werden, dass es dort keine Infektionsherde gibt. Zumal Kinder in den meisten Fällen nicht auf das Virus getestet werden, da sie häufig keine Symptome zeigen. Warum sollten Eltern ihre Kinder auch testen lassen? Wenn diese positiv sind, muss die gesamte Familie in Quarantäne, und wer versorgt sie dann? Zudem sind die Tests nicht gerade eine angenehme Sache. Bei einem dreijährigen Kind braucht man da nicht auf Verständnis für das Allgemeinwohl hoffen. So ist es klar, dass die ganzen Studien keine sicheren Fakten über die Ansteckung  und Übertragung des Virus von Kindern geben können. Dass sie es allerdings übertragen und bekommen können, steht, so denke ich, außer Frage. Ganz zu schweigen von den neuen Mutationen, die ganz bestimmt noch nicht ausreichend erforscht sind.

Also wie kann es sein, dass alles auf Null gefahren wird, nur unser Bereich nicht? Wieso gibt es nicht strengere Richtlinien, wie beim ersten Lock down, bei denen beide Elternteile eine Systemrelevanz vorweisen mussten? Nicht nur zu unserem Schutz, sondern auch zum Schutz der Kinder und Familien.

Stade: Ein offener Brief aus den evangelischen Kindertagesstätten im Land

Sehr geehrte Verantwortliche in der Landesregierung,
liebe Abgeordnete des Landkreises Stade in der Landesregierung,

wir verfolgen die derzeitigen Diskussionen um den Kitabetrieb in Corona- Zeiten aufmerksam und empört.

Wir müssen Ihnen mitteilen, dass wir nicht länger bereit sind, politisch und wirtschaftlich motivierte Beschwichtigungsphrasen hinzunehmen.

Auch wir lesen Studien und Statistiken, hören Fachleuten aus Biologie und Medizin gut zu und sind durchaus in der Lage, Informationen auszuwerten. Wir stehen in einem regen fachlichen Austausch mit den Kolleg*innen und Einrichtungen.

Wir wissen, dass Kitas relevante Infektionsorte sind – ebenso wie Schulen. Wir wissen und erleben vor Ort, dass Kinder sich infizieren, dass sie diffuse, atypische, diskrete Symptome entwickeln, die häufig nicht erkannt werden und die so Infektionen weitertragen bis es zu spät ist.

Erzieher*innen sind als Berufsgruppe entgegen derzeit oft wiederholten Behauptungen besonders stark von Infektionen betroffen.

Man kann Statistiken so lange rechnen, bis die Ergebnisse „passen“, man kann Studien so und so deuten, aber eines ist unbestreitbar: Wir können uns nicht schützen! Aber Sie könnten es!

Die Kitas haben in der Regel keine Lüftungssysteme (Warum nach fast einem Jahr Pandemie eigentlich noch nicht?), und wir Fachkräfte arbeiten, zum Wohl der Kinder und um ihre seelische Stabilität zu bewahren, ohne Masken in großen Menschengruppen.

Einem Grundschulkind kann man schon langsam beibringen, Distanz zu wahren, auch wenn es schwer ist.

Die uns anvertrauten Kinder können keinen Abstand halten, sie brauchen und bekommen täglich oft acht Stunden und mehr Nähe, Zuwendung und engen Kontakt von uns. Sie niesen uns an, stecken sich ihre Finger in den Mund und fassen uns dann an. Sie werden von uns gewickelt und gefüttert, wir putzen ihnen die Nase und trocknen ihre Tränen, sie sitzen auf unserem Schoß und schlafen in unseren Armen. Das alles gehört neben vielen anderen Aufgaben zu unserer Arbeit und wir machen es gerne.

Aber wir erwarten, dass diesen Umständen endlich konsequent Rechnung getragen wird!

Wir wollen nicht gesagt bekommen, dass man eine Krippengruppe mit Kleinkindern im Winter problemlos alle 20 Minuten lüften kann und damit eine mögliche Virenbelastung unschädlich macht. Das stimmt nicht! Wer sich auch nur einmal mit einem guten Ingenieur darüber unterhalten hat, der weiß das. Das entspricht ungefähr der Empfehlung, bei einem Atombombenangriff unter einem Tisch Schutz zu suchen.

Wir brauchen keine Dankeschön-Briefe der Regierung. Wir empfinden sie als Hohn und Heuchelei, denn die Untätigkeit und die Entscheidungen der Politik für unseren Bereich sprechen eine andere Sprache.

Wir werden ausgenutzt und wissentlich einer steigenden Gefahr ausgesetzt. Auch im Szenario C, auch in den Notgruppen.

Wir sind Menschen mit einem hohen sozialen Verantwortungsgefühl – Mütter und Töchter, Ehemänner und Enkel, die Angst haben. Angst uns unbemerkt zu infizieren und selbst zu erkranken. Und noch mehr Angst haben wir, diesen Virus weiter zu tragen in unsere Familien – zu Angehörigen, die wir pflegen, zu kranken und schwachen Familienmitgliedern.

Wir brauchen beherztes und kompetentes Handeln, und zwar schnell.

Wir fordern umgehend regelmäßige Schnelltest, zweimal die Woche, deren Organisation die Gesundheitsbehörden übernehmen (wir sind ja kein medizinischer Bereich und haben daher keine Ressourcen), deren Kosten das Land trägt, nicht der Träger der Einrichtungen, nicht die Kommunen.

Wir fordern, dass Mitarbeitende in Kitas, die im Gegensatz zu fast allen anderen Berufsgruppen keine Chance haben, ihre Arbeit mit Masken und Handschuhen zu tun, in der Impfreihenfolge vorgezogen werden.

Wir haben Anerkennung in Form von Lüftungsanlagen für die Gruppenräume verdient.

Und ein Letztes: Wir begleiten und unterstützen unsere Familien seit 10 Monaten nach Kräften, damit sie durch diese Zeiten kommen. Wir haben neue Ideen entwickelt und neue Wege beschritten, um sowohl die großen Notgruppen und deren Familien als auch die Familien zuhause zu begleiten. Wir haben unsere Arbeit angepasst und intensiviert, um die Kinder weiter gut zu bilden, zu bestärken und zu beschützen. Das liegt uns am Herzen. Man muss uns nicht sagen, dass Kitas auch in Corona- Zeiten Bildungsorte bleiben müssen. Was bilden sich Politiker da ein!

Wir haben die Arbeitshilfe des Landes dazu gelesen und wenig bis nichts gefunden, was wir nicht längst umgesetzt haben. Wir brauchen keine „Verpflichtung“ auch die Familien zuhause zu betreuen. Das so in Pressetexte zu schreiben ist ein Faustschlag ins Gesicht der Fachkräfte, deren Arbeit in diesem Jahr täglich auf den Kopf gestellt wurde.

Unser Berufsstand kämpft bereits seit Jahren mit einem schlimmen Fachkräftemangel, der uns belastet und auslaugt und unter dem die Qualität und Quantität der Arbeit in den Kitas leidet.

Seien Sie sicher, dass das, was jetzt passiert nicht dazu beiträgt, dass sich junge, motivierte Menschen für unseren Beruf entscheiden.

Es wird aber dazu führen, dass in kürzester Zeit noch mehr Leitungen und Erzieher*innen erschöpft und entmutigt aufgeben und diesem Arbeitsfeld den Rücken zukehren.

Es braucht andere Signale, wenn in – hoffentlich besseren Zeiten – weiterhin Kinder in unseren Einrichtungen gut gebildet und betreut werden sollen. Sie stellen jetzt dafür täglich die Weichen. Und das unausweichlich.

Wir wollen auf dieses Schreiben keinen Antwortbrief und keine Vertröstungen, sondern ein schnelles Handeln und konkrete Maßnahmen. Wir sind es wert. Und unsere Arbeit auch.

Die Fachkräfte der Kindertagesstätten

für die Sie verantwortlich sind –

aus den evangelischen Kindertageseinrichtungen

Kita Arche, Stade

Kita St. Georg

Kita Cosmae-Spatzen, Stade

Johanniskita, Stade

Kita St. Wilhadi, Stade

Kita Hollern-Twielenfleth

Kita Schatzinsel, Steinkirchen

Kita Lühezwerge, Steinkirchen

Kita Am Fleet, Jork

Kita Hand in Hand, Jork

Kita Jorkerfelde, Jork

Die Regenbogenkinder, Estebrügge

Kita St. Nikolai, Borstel                             … und viele mehr

Kirsten Wilhelmy, Kita-Leitung in Stade

Pressemitteilung: Kita Kinder sind jetzt zu Hause am sichersten!

Pressemitteilung vom 11.12.2020
Appell: Kita Kinder sind jetzt zu Hause am sichersten!
Die Politik hat die Kitas beim Lockdown vergessen…
In allen Schulen von Niedersachsen laufen die Telefone heiß. Immer mehr Eltern rufen an oder mailen und lassen ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien. Sie haben die eindringliche Rede des Ministerpräsidenten Stephan Weil gehört, dass so noch vor Weihnachten mehr Infektionsschutz angesichts der sich verschärfenden Corona Pandemie erreicht werden kann. Gut so!
Und was ist mit den Kitas? Vergessen! Wieder hat der Ministerpräsident und sein Kultusminister Tonne leider die Kitas, Beschäftigte, Eltern und Großeltern einfach vergessen! Doch auch Immer mehr Kitas sind vom Corona-Virus betroffen. Hier muss ohne Maske und Abstand gearbeitet werden. Weil der Kultusminister immer noch auf dem Regelbetrieb besteht, ist so die Infektions-Gefahr sogar besonders groß. Im Früh- und Spätdienst werden Kinder aus verschiedenen Kitagruppen gemischt und gemeinsam betreut. Wo noch im offenen pädagogischen Konzept gearbeitet wird, bedeutet dies, dass sich alle Kinder sich innerhalb der Räumlichkeiten frei bewegen und sich je nach Neigung an verschiedenen Stationen beschäftigen. Das ist das Gegenteil von Kontaktbeschränkung – so hat das Virus leichtes Spiel!
Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen fordert angesichts steigender Inzidenzwerte Kultusminister Tonne auf, unverzüglich das Szenario B -eingeschränkten Regelbetrieb – einzuleiten. Also keine gemeinsamen Früh- und Spätdienste sowie keine offenen Gruppen, damit wäre die Infektionsgefahr zumindest etwas geringer.
Doch warum auf langsame politische Entscheidungen warten? Eltern, die um die Sicherheit ihrer kleinen Kinder, ihrer Familien einschließlich der Großeltern und nicht zuletzt auch der Kita-Mitarbeiterinnen besorgt sind, können sofort handeln! Sie sollten jetzt sofort so verantwortlich handeln wie viele Eltern von Schulkindern.
Behalten Sie ihre kleinen Kinder auch zu Hause! Tragen Sie dazu bei, dass diese sich in Krippe und Kita nicht anstecken und sich auch die Kita-Mitarbeiterinnen einer erheblichen Infektionsgefahr aussetzen müssen!

ADK-Sitzung vom 10.12.2020

Die einmalige „Corona-Prämie“ für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst wurde in der ADK beschlossen. Die KiTa-Beschäftigten und die Beschäftigten im Sozialdienst erhalten mit der Dezemberabrechnung bis zu 600 € (S2 bis S8b) bzw. 400 € (S9 bis S18). Dies betrifft leider nicht die Beschäftigten im Küchen- und Reinigungsdienst, weil diese unter den den TV-L fallen.

Die Einführung des Leistungsentgeltes für Mitarbeitende des Sozial- und Erziehungsdienstes wurde durch die AG-Seite abgelehnt. Weiterhin wird dieser Anspruch aus dem TVöD den betroffenen Kirchenbeschäftigten vorenthalten.

Kurzarbeit ist bis 31.12.2021 weiter möglich (mit Aufstockungsbeträgen bis 95 %).

Der Katalog von besonderen schwierigen fachliche Tätigkeiten für den Kita-Bereich, die zu einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe S 8b führen, ist zur weiteren Beratung in den ADK-Vorbereitungsausschuss verwiesen.

Der Antrag der Kirchengewerkschaft Niedersachsen auf Vier Urlaubstage für organisierte Mitglieder wurde ebenfalls in den Vorbereitungsausschuss verwiesen.

Wir wünschen allen Beschäftigten eine schöne Adventszeit, ein gesegnetes Fest und vor allem ein gesundes neues Jahr 2021.

ADK-Info 3/2020

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Tarifrunde TVöD 2020: Fragen und Antworten

Der TVöD-Abschluss 2020 betrifft im Bereich der Kirche unsere Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die nächste Sitzung der ADK findet am 10.12.2020 statt.
Hilfreiche Hinweise von der GEW
Das Tarifergebnis zusammengefasst:
300 bis 600 Euro steuerfreie Corona-Prämie noch im Jahr 2020
1,4 % mehr Gehalt zum 1.4.2021, mindestens aber 50 Euro – 25 Euro für Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten
1,8 % mehr Gehalt zum 1.4.2022 – 25 Euro für Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten.
Die Jahressonderzahlung wird für kommunale Beschäftigte in den Entgeltgruppen S 2 bis S 9 bzw. EG 1 bis 8 wieder erhöht: In den westlichen Ländern um fünf Prozentpunkte in 2022, in den östlichen Ländern um zwei Prozentpunkte in 2022 und drei Prozentpunkte in 2023.

Gibt es eine Corona-Prämie? Kommt die Angleichung der Arbeitszeit Ost an West? Was springt für Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes heraus? Die Tarifrunde 2020 hat einige Neuerungen gebracht.

Antworten auf diese Fragen gibt es hier! Mehr: https://www.gew.de/troed2020/fragen-und-antworten/

Streikverbot bei der Kirche

Weil im kirchlichen Bereich nicht gestreikt werden darf, sind die kirchlichen Beschäftigten auf die Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst angewiesen, die erfolgreich für eine Verbesserung des TVöD gekämpft haben. Davon werden auch unsere Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst profitieren. Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat sich mit einer Anzeige in der Hannoverschen Allgemeinen (HAZ) vom 30.10.2020 bedankt.

Gerade im Bereich der Kirchen sind die Beschäftigten sehr schlecht organisiert (weniger als 10 Prozent), was sicher auch am fehlendem Streikrecht liegt.

Vier zusätzliche Urlaubstage für Organisierte gefordert!

Damit unsere Möglichkeiten sich auch innerhalb des kirchlichen „Dritten Weges“ verbessern, wollen wir zusammen mit den anderen Arbeitnehmerorganisationen vier zusätzliche Urlaubstage für die Gewerkschafts- und Verbandsmitglieder in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission verhandeln! Wir hoffen dabei auf das Verständnis der bisher noch nicht in einer Arbeitnehmerorganisation organisierten Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam mit euch können wir viel erreichen, z.B. auch das uns bisher vorenthaltene zweiprozentige Leistungsentgelt.

Wer jetzt Mitglied werden will, findet ein Beitrittsformular auf der linken Seite unter „Ich will mitmachen“.

1.000 Masken für Gewerkschaftliche Kita-Held*Innen

Auszug aus einem Schreiben an unsere Mitglieder im kirchlichen Kita-Bereich

Du bist ein*e Gewerkschaftliche(r) Kitaheld*in, weil Du nicht einfach hinnimmst, wie mit unserer Gesundheit umgegangen wird und noch dazu den Mut hast, Dich dagegen zu wehren. Durch Deine Mitgliedschaft in unserer Kirchengewerkschaft Niedersachsen ermöglichst Du, dass wir uns öffentlich für einen besseren Infektionsschutz für die Kita-Beschäftigten einsetzen können. Dafür danken wir Dir herzlich. Wenn Du den beiliegenden Mund-Nasenschutz trägst, kannst Du auch Deinen Kolleginnen und Kollegen deutlich machen, dass sich Widerstand und Mitgliedschaft lohnen!

Neue Mitglieder sind herzlich willkommen!

Ev.-luth. Kita „Ludwig-Jahn-Kids“ Hannover-Misburg

Ev.-luth. Kindertagesstätte Gethsemane Hannover