Erfolgreiche Umfrage im SuE- Bereich Kitas- „Kitas am Limit“

An unserer Umfrage haben 167 Kita-Leitungen und 364 Pädagogische Mitarbeiter (ErzieherInnen, Sozialpädagogische AssistentInnen, KinderpflegerInnen u.a.) teilgenommen.

Vielen Dank dafür!!!!

Die Ergebnisse haben wir ausgewertet -sie belegen nun schwarz auf weiß, was wir längst wussten, aber nun auch als Grundlage für unsere Arbeit im Bereich Kitas nutzen können:

Sowohl im Bereich Leitung, als auch in der Pädagogischen Arbeit , sind die Mitarbeitenden überlastet, haben einen viel zu hohen Anteil an Verwaltungsarbeit zu leisten, fühlen sich vom Arbeitgeber zu wenig unterstützt und von der Politik kaum gesehen und wenig wertgeschätzt.

Durch fehlendes Personal ist es oft kaum möglich, den Kita-Alltag aufrecht zu erhalten.

Wir reagieren darauf!

Zum Einen durch unsere Arbeit in der ADK- hier können wir aktiv unsere Forderungen einbringen und die Lage an der Basis transparent machen.

Zum Anderen durch unsere gewerkschaftliche Arbeit.

Hier haben wir zunächst ein Seminar, das sich an Kita-Leitungen richtet, organisiert.

Im Nachgang wird es dieses Seminar auch für Pädagogische Mitarbeiter geben.

Nähere Infos und Einladungen in Kürze!

Antrag über einen Mobilitätszuschuss

Aufgrund der finanziellen Belastung der Mitarbeitenden durch die drastisch gestiegenen Energiekosten und die damit einhergehende Erhöhung der Treibstoffpreise fordert die ADK eine Arbeitsrechtsregelung für einen Mobilitätszuschuss.

Die Arbeitsrechtsregelung für einen Mobilitätszuschuss beinhaltet für alle Mitarbeitenden, deren Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnisse jeweils zum 01. des Monats, für den der Zuschuss gezahlt wird, Bestand hat und für den jeweiligen Monat an mindestens einem Tag Anspruch auf Entgelt besteht, über das ihnen zustehende Entgelt hinaus für drei Monate jeweils einen Tankgutschein über 50,00 Euro brutto.

Der Antrag auf Beschluss dieser Arbeitsrechtsregelung befindet sich unter folgendem Link:

Einigung der Tarifverhandlungen erzielt

Die Verhandlungen sind beendet und eine Einigung in der Tarifrunde zur Aufwertung und Entlastung im Sozial- und Erziehungsdienst konnte dank der starken Streikaktionen erreicht werden.

Die zentralen Punkte der Einigung sind zum einen die Einführung von Entlastungstagen (2plus2), allen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst stehen somit zwei Entlastungstage pro Jahr zu. Zudem erhalten die Beschäftigten künftig die Option zur Umwandlung von Entgeltbestandteilen in zwei weitere Entlastungstage.

Zum anderen findet eine Aufwertung der Sozialen Arbeit statt: Für alle Beschäftigten gibt es eine monatliche Zulage von 130 Euro, für Sozialarbeiter*innen beträgt die Zulage 180 Euro pro Monat. Die Zulage für die Praxisanleitung ist in Höhe von 70 Euro, Auszubildende der Heilerziehungspflege erhalten zum ersten Mal eine tarifliche Ausbildungsvergütung.

Kita-Streik am 04. Mai 2022

Am 04. Mai 2022 gingen mehrere Tausend Beschäftigte von Kitas, Jugendämtern und anderen Bereichen der sozialen Arbeit in Niedersachsen und Bremen auf die Straße.

Auch der erweiterte Vorstand der Kirchengewerkschaft Niedersachsen zeigte sich solidarisch und war beim Rathaus in Hannover mit Fahnen dabei!

Corona-Sonderzahlung für die nach TV-L vergüteten Beschäftigten – Gegenüberstellung der zuletzt übernommenen Tarifabschlüsse für die Kolleginnen und Kollegen

Nachdem die Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst im Dezember 2020 eine Corona-Sonderzahlung zwischen 400 und 600 Euro (in Vollzeit) erhalten haben, erhalten nun auch alle, die in den „technischen Diensten“, in den Verwaltungen oder als Lehrer tätig sind, die steuerfreie Sonderzahlung.

In den vergangenen Wochen haben uns viele Fragen erreicht, warum bestimmte Kolleginnen und Kollegen nun die Sonderzahlung erhalten, und andere wiederum nicht. Die Dienstvertragsordnung (DienstVO), die unser Tarifwerk darstellt, bestimmt, dass im Sozial- und Erziehungsdienst bestimmte Regelungen und die Entgelttabelle aus dem TVöD-V (VKA) Anwendung finden, während die restlichen Mitarbeitenden nach TV-L vergütet werden. Außerdem sind in der DienstVO teilweise abweichende beziehungsweise nicht alle Bestimmungen aus den Tarifen enthalten. Das hat zur Folge, dass wir in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission immer zwei Tarifabschlüsse bearbeiten müssen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgeschlossen werden und Anwendung finden. Das macht nicht nur viel Arbeit, sondern sorgt auch für Ärger und Verwirrung. Deshalb bleiben wir bei unserer Forderung, dass mittelfristig auf ALLE Mitarbeitenden in den drei Landeskirchen in Niedersachsen der insgesamt bessere TVöD Anwendung finden muss!

Um in diesem Tarifdschungel einen Überblick gewinnen zu können, haben wir Euch die zuletzt übernommenen Tarifabschlüsse in den Teilen, die letztlich Auswirkungen auf das Gehalt haben, gegenübergestellt:

TVöD (für die Kolleg*innen im SuE-Bereich) TV-L (für die Kolleg*innen außerhalb des SuE)
Corona-Sonderzahlung (steuerfrei)
im Dezember 2020
– wenn das Arbeitsverhältnis am
01.10.2020 bestand
– und zwischen dem 01.03. und 31.10.2020
Anspruch auf Entgelt bestanden hat.
Für die Entgeltgruppen S 2 bis S 8b: 600,00 € Für die Entgeltgruppen S 9 bis S 18: 400,00 € (in Vollzeit)
Im März 2021
– wenn das Arbeitsverhältnis am 24.01.2022
bestand und
– zwischen dem 01.01.2021 und 24.01.2022
Anspruch auf Entgelt bestanden hat.
Für alle Mitarbeitenden 1.300,00 €, für Auszubildende und Praktikanten 650,00 € (in Vollzeit)
Tariferhöhungen
01.03.2020 bis 31.03.2021 +1,03 %
01.04.2021 bis 31.03.2022 +1,4 %, min. 50 €
01.04.2022 bis 31.12.2022 +1,8 %
01.01.2020 bis 31.12.2020 +3,12 %, min. 90 €
01.01.2021 bis 30.09.2021 +1,29 %, min. 50 €
01.10.2021: Nullrunde (noch nicht beschlossen)
01.12.2022 bis 30.09.2023: +2,8 % (noch nicht beschlossen)
Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“)
Im Jahr 2020 Erhöhung in den EG S 2 bis S 9 um
5 % ab 2022:
S 2 bis S 9:          84,51 % (bis 2021: 79,51 %)
S 10 bis S 18:     70,28 %
Die Jahressonderzahlung im TV-L wird nach der
DienstVO gekürzt, außer für Lehrer*innen:
E 1 bis E 4:          76,39 % (statt 87,43 %)
E 5 bis E 8            77,00 % (statt 88,14 %)
E 9a bis E 11:      63,20 % (statt 74,35 %)
E 12 und E 13:   35,32 % (statt 46,67 %)
E 14 und E 15:   21,38 % (statt 32,53 %)
Leistungsentgelt
Erstmals wurde im Dezember 2021, nach langen
Verhandlungen in der ADK, das Leistungsentgelt
aus dem TVöD übernommen und ausgezahlt:
2021: bis zu 10 % des September-Entgelts
2022: bis zu 24 % des September-Entgelts 2022
im Dezember 2022 (wenn bis zum 31.07.22
keine Dienstvereinbarung abgeschlossen
worden sein sollte)
2023: bis zu 12 % des September-Entgelts 2023
im Dezember 2023 (wenn bis zum 30.09.23
keine Dienstvereinbarung abgeschlossen
worden sein sollte)
Im TV-L ist kein Leistungsentgelt vorgesehen.

Häufig wenden sich Kolleginnen und Kollegen aus Einrichtungen an uns, die nur zum Teil oder sogar gar nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Diese und weitere Informationen können wir nur mit einer breiten Basis und Eurer Unterstützung liefern, deshalb: wir freuen uns über jedes Mitglied, dass uns zunächst in unserer neuen Schnuppermitgliedschaft kennenlernen möchte. Auch hier besteht ab dem ersten Tag die Möglichkeit, unsere arbeitsrechtliche Beratung und Arbeitsrechtsschutz über unseren Fachanwalt für das spezielle kirchliche Recht in Anspruch zu nehmen.

Der Rechtsschutz der Kirchengewerkschaft Niedersachsen

Reinhold Schneegans, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, und seine Tochter Svenja Schneegans, Diplom- Juristin mit Schwerpunkt im Arbeits- und Sozialrecht, stellen den Rechtsschutz der Kirchengewerkschaft Niedersachsen vor. Der Rechtsschutz der Kirchengewerkschaft reicht von der Beratung über eine außergerichtliche Problemlösung bis hin zur anwaltlichen Vertretung in einem Arbeitsgerichtsverfahren. Dieser Rechtsschutz ist für die Mitglieder der Kirchengewerkschaft komplett kostenfrei!

Schnupper- Mitgliedschaft

Probieren Sie unsere „Schnupper- Mitgliedschaft“* aus und zahlen Sie im ersten Jahr der Mitgliedschaft nur den halben Monatsbeitrag!

Profitieren Sie von den Vorteilen der Mitgliedschaft in der Kirchengewerkschaft Niedersachsen und setzen Sie sich als Mitglied unserer Gewerkschaft aktiv für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein.

*Ohne geäußerten Widerspruch geht die „Schnupper- Mitgliedschaft“ danach in eine Vollmitgliedschaft über. Sollte während der „Schnupper- Mitgliedschaft“ unser gewerkschaftlicher Rechtsschutz in einem arbeitsrechtlichen Verfahren in Anspruch genommen werden, beginnt die Vollmitgliedschaft bereits von diesem Zeitpunkt an.

Füllen Sie das Beitrittsformular aus und beantragen Sie jetzt die „Schnupper- Mitgliedschaft“!

Mitgliederversammlung der Kirchengewerkschaft Niedersachsen am 23.05.2019, Bericht aus dem Vorstand

Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat am 23.05.2019 ihre turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindende Mitgliederversammlung abgehalten.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Christel Orb-Runge und Werner Massow wurden mit dem Bericht des Vorstands 14 Jahre erfolgreichen Aufbaus zur größten kirchlichen Arbeitnehmerorganisation in Niedersachsens nachgezeichnet. Von neun Gründungsmitgliedern stieg die Mitgliederzahl schnell und konstant bis hin zur sicheren Konsolidierung, auch wenn vergleichbare Organisationen in ihrem Bestand schrumpften. Dennoch müssen auch wir seit einiger Zeit über die demographische Entwicklung nachdenken und uns flexibel in Hinsicht auf die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitnehmerorganisationen zeigen.

Strukturell gab es mit der Mitgliederversammlung 2017 eine Neuerung: Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen hat seitdem neben dem Hannoveraner Geschäftsführenden Vorstand auch einen Erweiterten Vorstand, der sich alle zwei Monate trifft. Durch die unterschiedlichen Herkunftsorte der Mitglieder sind wir nun auch geographisch niedersachsenweit aufgestellt. In diesem Kontext wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung ein neues Mitglied in unseren Erweiterten Vorstand gewählt: Alexander Dohe vom Kirchenkreisamt Osnabrück, Abteilung Personal, wird von nun an seinen Beitrag zur Vorstandsarbeit der Kirchengewerkschaft Niedersachsen leisten.

Thematisch ging es für uns lange um eine faire und angemessene Vergütung für kirchliche ArbeitnehmerInnen. In den Jahren 2012-2019 zeigte sich, dass der TV-L nicht mehr konkurrenzfähig war. Der Wechsel zum Kommunaltarif konnte ab 2017 für den Erziehungsdienst, ab 2019 auch für den Sozialdienst durchgesetzt werden.

Aktuell fokussiert sich unsere Arbeit auf die Themenbereiche Fachkräftemangel/-beschaffung, Qualitätssicherung und Älterwerden im Beruf, die so vielen unserer Mitglieder unter den Nägeln brennen.
Im Erziehungsbereich z.B. können die Arbeit mit Notgruppen und mit schlecht bis gar nicht ausgebildetem Aushilfspersonal, Kita-Leitungen am Limit und Kolleginnen und Kollegen, die sich fragen, wie sie die Zeit bis zur Rente überhaupt schaffen können, schlichtweg nicht mehr hingenommen werden!

Aber auch in anderen Bereichen der Kirche ist nicht alles eitel Sonnenschein. Eine qualitative Verbesserung der Bedingungen für kirchliche Arbeitnehmer ist und bleibt unser Top-Thema.

Wir bleiben dran!