Seminarangebot als Ergebnis der Auswertung unserer Online-Umfrage

Kita-Leitungen sind extremen Anforderungen ausgesetzt.

In Zusammenarbeit mit Carsten Thiele( Pädagogik/Therapie/Weiterbildung& Berufs-Coaching https://chipa.de bieten wir folgendes Seminar am 15.09.2022 an:

WENN KITA-LEITUNGEN AN IHR LIMIT KOMMEN!

Ja, die Zeiten haben sich geändert; auch und gerade in den Kindertagesstätten.

Und diese Veränderungen der letzten Jahre sind zum Teil sehr massiv in den Alltag der Kindertagesstätten eingezogen. Von der Umsetzung der Kind-bezogenen Pädagogik, hin zu mehr Partizipation und die Umsetzung der offenen Arbeit, zu noch mehr Datenschutz und Administration sowie Qualitätssicherung. Damit steigen die alltäglichen Belastungen für alle PädagogInnen enorm; nicht zu vergessen die Leitungskräfte, die diese Veränderungen in die Kitas implementieren müssen. Immer öfter stoßen deshalb die Pädagoginnen an die Grenzen der Belastbarkeit. Die Folge: Hohe Krankenstände, hohe Frustration und geringe Motivation. Die Folgen sind eklatant und bekannt: Permanente Personalnotstände bei permanent steigenden Anforderungen.

Unser Seminar wird sich mit diesen Folgen für Leitungskräfte beschäftigen und Lösungen aufzeigen, wie man mit diesen vielen Problemlagen persönlich und als Einrichtung umgehen kann.

Zielgruppe: Kita- Leitungen

Tagesseminar : 15.09.2022, von 9.00 bis 16.00 Uhr

Ort: Rühmkorffstr.1, 30159 Hannover

Kursgebühr: 80,00 € pro Person

Seminarleiter: Carsten Thiele

Anmeldung erforderlich!


Gründung einer Fachgruppe Verwaltung

Der erweiterte Vorstand hat in seiner Sitzung im Februar beschlossen, eine Fachgruppe Verwaltung (FGV) zur Stärkung der Gruppe der Verwaltungsmitarbeitenden in unserer Gewerkschaft zu gründen. In dieser Fachgruppe wird sich regelmäßig über aktuelle Anliegen, Wünsche und Ziele aus dem Verwaltungsbereich ausgetauscht. Außerdem wollen wir Forderungen ableiten, die wir an die Kirchenleitungen oder die ADK richten. Zu unseren aktuellen Themen gehören neben dem Bericht über die aktuellen tariflichen Entwicklungen derzeit

  • Homeoffice
  • Digitalisierung (insbesondere AppSpace (vorher: ePortal))
  • Kienbaum/Überlastung
  • Ausbildung und Übernahme von Auszubildenden.

Unsere Fachgruppe setzt sich aus ungefähr sechs Kolleg*innen (Verwaltungsmitarbeitende aus verschiedenen Bereichen, Mitarbeitende aus der IT) aus verschiedenen Dienststellen zusammen und trifft sich alle sechs Wochen abends online per Zoom, für die Zukunft ist ein Treffen „in Präsenz“ geplant – dabei soll es anfangs keine Bedingung sein, dass jemand bereits Mitglied der Kirchengewerkschaft Niedersachsen ist. Unsere Vorstandsmitglieder Angelika Dohme und Alexander Dohe leiten und organisieren die neue Fachgruppe.

Wir freuen uns auch weiterhin, wenn Du (vielleicht zusammen mit einer/einem engagierten Kollegin/Kollegen?) in unserer neuen Fachgruppe mitarbeiten wollen würdest oder uns mitteilst, was dich an deinem Arbeitsplatz im Büro derzeit besonders beschäftigt. Falls du Lust hast, schick uns gerne eine E-Mail an info@kg-nds.de.

Klausurtagung der ADK in Hildesheim

Nach der langen Corona-Zeit endlich wieder möglich- im Juni trafen sich die Mitglieder der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission der konföderierten Kirchen in Niedersachsen (ADK)  -Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur inzwischen schon fast traditionellen Klausurtagung im Michaelis-Kloster in Hildesheim, um sich mit dem Thema „Tarifwerke“ zu befassen.

Aufgabe der ADK ist es, die Tarife für die rund 35.000 Mitarbeitenden der konföderierten Kirchen in Niedersachsen zu beschließen und eigene tarifliche Bestimmungen für die Besonderheiten des kirchlichen Dienstes zu entwickeln. 

Immer häufiger erreichen uns Anfragen, warum und wie lange noch für die Mitarbeitenden im Bereich der Konföderation parallel zwei Tarifwerke zur Anwendung kommen.

Die ADK hat sich mit dem Für und Wider befasst und wird die Frage, wie sich eine Überleitung aller Mitarbeitenden in ein einheitliches Tarifsystem auswirken würde, weiter prüfen.

Das Thema ist sehr komplex. Es erfordert eine umfangreiche und gründliche Bearbeitung.

Wir, die Kirchengewerkschaft Niedersachsen, setzen uns auch weiterhin für ein einheitliches Tarifrecht für alle kirchlichen Beschäftigten ein.

Besuch in einer Kita

Wir waren zu Besuch in der Kita „Ludwig Jahn Kids“ in Misburg in Hannover. Die Kita besteht aus zwei Krippengruppen und drei Ganztagsgruppen. Aufgrund der schönen Lage im Grünen bietet sie den Kindern viele Möglichkeiten zur Erkundung der Natur an. Einzigartig ist vor allem eine eigene große Turnhalle, in der regelmäßig gespielt und geturnt wird und zwei Küchen, in denen zum einen täglich für die Kinder frisch gekocht wird und zum anderen die Kindern selbst leckere Rezepte ausprobieren können. Auch die anderen verschiedenen Räume laden die Kinder zur Bewegung, zum Konstruieren und Rollen- und Verkleidungsspiel ein.

Anlässlich unserer Umfrage „Kitas am Limit“ haben wir die ErzieherInnen in der Kita gefragt, wie sich die Belastung bei ihnen äußert.

Hier einige anonyme Zitate der ErzieherInnen:

„Wir sind vor allem belastet durch die vielen Beobachtungsbögen, Vorschulgespräche und Sprachförderbögen. Das ganze Beobachtungsverfahren ist sehr viel und nimmt viel Zeit in Anspruch.“

„Es gibt keine Wertschätzung durch die Politik, wir werden vergessen! Über Lehrer wird berichtet, aber an Kitas denkt keiner. Ich habe 40 Jahre gearbeitet, wenn ich mit 63 Jahren gehen würde, könnte ich nicht davon leben.“

„Es wird immer mehr an Kitas abgegeben und von Erziehern gefordert. Neben der pädagogischen Arbeit kommt noch Büroarbeit hinzu, die Zeit am Kind wird immer weniger. Soziale Berufe sind immer am schlechtesten bezahlt. Die Politik sollte mehr versuchen neue Erzieher zu halten, den Beruf attraktiver zu machen und dies auch zu vergüten! Das würde unseren Beruf mehr aufwerten und wir würden mehr gesehen werden.“

„Die Erwartungshaltung der Eltern wird immer höher und wir müssen immer mehr auffangen, was Zuhause nicht geleistet wird. Vor allem während Corona mussten wir die Frustration der Eltern aushalten. Das war teilweise ziemlich grenzüberschreitend, was wir da erlebt haben. Von der Politik werden wird nicht wertgeschätzt, da immer nur von oben herab Entscheidungen getroffen werden und die Nähe zu unserem Beruf fehlt. Ich wünsche mir, dass dies mehr auf Augenhöhe geschieht und man mit Experten ins Gespräch geht, bevor man einen Plan macht.“

„In anderen Ländern haben Erzieher einen ganz anderen Stellenwert und werden viel mehr wertgeschätzt als hier, vor allem auch von den Eltern. Mit den Eltern fängt es an und geht dann weiter bis hoch in die Politik, wo sie gar keine Ahnung haben, was wir eigentlich alles leisten!“

Erfolgreiche Umfrage im SuE- Bereich Kitas- „Kitas am Limit“

An unserer Umfrage haben 167 Kita-Leitungen und 364 Pädagogische Mitarbeiter (ErzieherInnen, Sozialpädagogische AssistentInnen, KinderpflegerInnen u.a.) teilgenommen.

Vielen Dank dafür!!!!

Die Ergebnisse haben wir ausgewertet -sie belegen nun schwarz auf weiß, was wir längst wussten, aber nun auch als Grundlage für unsere Arbeit im Bereich Kitas nutzen können:

Sowohl im Bereich Leitung, als auch in der Pädagogischen Arbeit , sind die Mitarbeitenden überlastet, haben einen viel zu hohen Anteil an Verwaltungsarbeit zu leisten, fühlen sich vom Arbeitgeber zu wenig unterstützt und von der Politik kaum gesehen und wenig wertgeschätzt.

Durch fehlendes Personal ist es oft kaum möglich, den Kita-Alltag aufrecht zu erhalten.

Wir reagieren darauf!

Zum Einen durch unsere Arbeit in der ADK- hier können wir aktiv unsere Forderungen einbringen und die Lage an der Basis transparent machen.

Zum Anderen durch unsere gewerkschaftliche Arbeit.

Hier haben wir zunächst ein Seminar, das sich an Kita-Leitungen richtet, organisiert.

Im Nachgang wird es dieses Seminar auch für Pädagogische Mitarbeiter geben.

Nähere Infos und Einladungen in Kürze!

Antrag über einen Mobilitätszuschuss

Aufgrund der finanziellen Belastung der Mitarbeitenden durch die drastisch gestiegenen Energiekosten und die damit einhergehende Erhöhung der Treibstoffpreise fordert die ADK eine Arbeitsrechtsregelung für einen Mobilitätszuschuss.

Die Arbeitsrechtsregelung für einen Mobilitätszuschuss beinhaltet für alle Mitarbeitenden, deren Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnisse jeweils zum 01. des Monats, für den der Zuschuss gezahlt wird, Bestand hat und für den jeweiligen Monat an mindestens einem Tag Anspruch auf Entgelt besteht, über das ihnen zustehende Entgelt hinaus für drei Monate jeweils einen Tankgutschein über 50,00 Euro brutto.

Der Antrag auf Beschluss dieser Arbeitsrechtsregelung befindet sich unter folgendem Link:

Einigung der Tarifverhandlungen erzielt

Die Verhandlungen sind beendet und eine Einigung in der Tarifrunde zur Aufwertung und Entlastung im Sozial- und Erziehungsdienst konnte dank der starken Streikaktionen erreicht werden.

Die zentralen Punkte der Einigung sind zum einen die Einführung von Entlastungstagen (2plus2), allen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst stehen somit zwei Entlastungstage pro Jahr zu. Zudem erhalten die Beschäftigten künftig die Option zur Umwandlung von Entgeltbestandteilen in zwei weitere Entlastungstage.

Zum anderen findet eine Aufwertung der Sozialen Arbeit statt: Für alle Beschäftigten gibt es eine monatliche Zulage von 130 Euro, für Sozialarbeiter*innen beträgt die Zulage 180 Euro pro Monat. Die Zulage für die Praxisanleitung ist in Höhe von 70 Euro, Auszubildende der Heilerziehungspflege erhalten zum ersten Mal eine tarifliche Ausbildungsvergütung.

Kita-Streik am 04. Mai 2022

Am 04. Mai 2022 gingen mehrere Tausend Beschäftigte von Kitas, Jugendämtern und anderen Bereichen der sozialen Arbeit in Niedersachsen und Bremen auf die Straße.

Auch der erweiterte Vorstand der Kirchengewerkschaft Niedersachsen zeigte sich solidarisch und war beim Rathaus in Hannover mit Fahnen dabei!